Lampenmanufaktur Berlin
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Manufakturen-Serie

Edle Jugendstillampen mit viel Nostalgie

Bei der Berliner Lampenmanufaktur ist Beleuchtung Ausdruck eines Lebensgefühls – und zwar eines antiquierten. Das kleine Unternehmen am Prenzlauer Berg fertigt Lampen nach historischem Vorbild und zwar mit Originalmaterialen wie brunniertem Messing, Opalglas uns selbst die Kabel haben noch eine Textil-Ummantelung.

Lampenmanufaktur Berlin
Foto: Olaf Bornemann
Olaf Bornemann ist der Chef der Lampenmanufaktur Berlin und für ihn sind Lampen nicht bloß Leuchtmittel

Auf makelloses Parkett achten viele in ihren Altbauwohnungen. Auch rustikale Möbel für die behagliche Stube werden sorgfältig ausgewählt, ebenso wie Porzellan, Vasen oder Töpfe. Aber wer wählt schon seine Lampen mit Liebe aus? Im Gegenteil: Viele verschandeln ihre hohen Räume dadurch, dass sie schnöde Strahler anbringen oder charakterlose Leuchten.

 

Für Olaf Bornemann ist eine Lampe kein profaner Lichtkörper. Die Beleuchtung sei vielmehr Ausdruck eines Lebensgefühls. Seine Lampen sind zumeist aus Messing und Opalglas gefertigt. Sie gleichen Alt-Berliner Messinglampen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts bis aufs Ornament. Schlicht im Design. Bornemann verkauft gut 1500 Stück pro Jahr.

Vor fünf Jahren hat der 49-jährige gelernte Bauingenieur die Lampenmanufaktur Berlin gegründet. Ein kleiner, über und über mit Pendelzug-Leuchten verhängter Laden, inmitten des Gründerzeit-Viertels Prenzlauer Berg. Seine Kunden sind Menschen zwischen 30 und 40 Jahre, zumeist und im Übergang vom Studenten-Interieur zur bürgerlichen Einrichtung.

Lampen nach Maß

Die können sich auch eine Art-déco-Lampe für 200 Euro an die Stuckdecke hängen. Oder von Bornemann für einen Obolus gleich montieren lassen. Die einfache Zuglampe gibt es für 75 Euro, größere Konstruktionen kosten schon mal bis zu 400 Euro.

Er hat einen Geschäftspartner, der die Hälfte der Zeit mitarbeitet, und je nach Konjunktur eine Hand voll Helfer in der Werkstatt. Die befindet sich in einem Souterrain eines Hauses im Stadtteil Kreuzberg.

Schleifmaschinen, Schraubstöcke und Werkbänke weisen darauf hin, dass die Späne fliegen. Ein bis zwei Stunden dauert es, bis eine von Bornemanns Lampen aus den zugelieferten Teilen aus Deutschland, Italien und der Türkei montiert ist.

Lampen aus Leidenschaft

"Ich nehme das alte, klassische Material", sagt der Meister: brunniertes, also in Säure behandeltes Messing, Kabel mit Textil-Ummantelung, geblasenes Opalglas. "Ehrlich und handfest", ganz so wie bei den Original-Lampen. Als Vorlagen dienen alte Leuchten, von denen es nicht mehr viele gibt, oder Bilder. Wie man das macht, hat Bornemann sich selbst beigebracht. Das nötige Geschick brachte er als gelernter Maurer und Bauingenieur mit. Vor seiner Zeit als Lampen-Händler war der gebürtige Nürnberger als Bauleiter viel unterwegs, erlebte den Bauboom in Berlin, aber kehrte der Branche vor rund fünf Jahren den Rücken.

 

Fürs Baugeschäft verloren und für die Welt der Lampen gewonnen war er spätestens, als er eine dieser alten Leuchten sah. "Die ging mir nicht mehr aus dem Kopf", erinnert er sich. Die Liebe blieb aber zunächst unerwidert, denn die Lampe war sehr teuer. So begann Bornemann zu recherchieren, sprach mit Händlern von Einzelteilen und schnupperte in die Branche hinein. Schließlich baute er sich die Lampe selbst. Ein Jahr brauchte er, bis er so weit war, sie in höherer Stückzahl professionell herzustellen. "Ich wollte einfach mal probieren, ob man davon leben kann." Das kann er. Seitdem wächst sein Geschäft jedes Jahr ein wenig mehr. Zudem repariert er alte Lampen, die die Leute auf dem Dachboden gefunden, von Verwandten geerbt oder bei Ebay ersteigert haben. Insgesamt könne er vom Geschäft gut leben. "Ich mache keine großen Sprünge, aber ich kann meine Miete zahlen und in den Urlaub fahren."

Nächste Woche: Herrenausstatter Regent


Erschienen am 01.02.2008

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